Bericht zur Mitgliederversammlung des Pfarrvereins - 9. Juni 2008
Aufgaben der Zukunft
Die gemeinsame Sorge mit der Landeskirche um die zukünftige Theologengeneration hatte der Vorstand des Pfarrvereins u.a. im Blick, als er im Rahmen seiner jährlichen Klausurtagung Anfang Februar folgende thematischen Schwerpunkte für die kommende Zeit verabredete: Die Beschäftigung mit
- der Gewinnung und Begleitung des theologischen Nachwuchses und seiner Chancen in einem "Pfarrberuf mit Zukunft"
- pastoraltheologischen Grundsatzfragen u.a. zur Stellung des Pfarrberufes in Gemeinde Kirche (Fortsetzung der Diskussion um das "Pfarrbild")
- den Fragen des Besoldungs- und Versorgungsrechts und seinen praktischen Auswirkungen
- den Herausforderungen und Leistungen einer Agentur für Personalberatung und Personalentwicklung in der Landeskirche
- der Stärkung der Arbeit ehrenamtlich Mitarbeitender in den Gemeinden und die Pflege der "Ehrenamtsbörse für Pfarrerinnen und Pfarrer i. R."
Letzteres Engagement des Pfarrvereins ist aus einem Auftrag der Landessynode 2005 entstanden und fand in der öffentlichen Präsentation des Vorbereitungskreises (OKR'in Doris Damke, Superintendent Klaus Wortmann, Christhard Ebert -Projektbüro, Kirche mit Zukunft'-, Christoph Roth -Öffentlichkeitsarbeit EKvW-, und den Vorstands-mitgliedern Christa A. Thiel, Klaus Majoress, Michael Hayungs und Ulrich Conrad) in Haus Villigst im Beisein von Präses Alfred Büß und ca. 60 interessierten Teilnehmern seinen vorläufigen Abschluss. Seit dem 25. Februar 2008 ist die Börse "Pastores ante portas" online unter www.ekvw.de/Ehrenamtsboerse. So können auf der Internet-Plattform nun Gemeinden, Kirchenkreise und andere kirchliche Einrichtungen mit ihren Angeboten interessierte Ruheständler zur ehrenamtlichen Mitarbeit einladen. Zugleich können Pfarrerinnen und Pfarrer i.R. ihrerseits ihre Mitarbeit anbieten.
Im Rahmen dieser Zusammenkunft, in der Präses Buß u.a. deutlich machte, dass die Kompetenzen der Ruheständler in Kirche und Gesellschaft gebraucht werden, wurde aus dem Kreis der Teilnehmenden angeregt, über die Einrichtung eines Konvents bzw. von Regionalkonventen für Ruheständler und ihre Partner / Innen nachzudenken. Darüber sollten wir uns im Rahmen der Mitgliederversammlung verständigen, wie ein solches Anliegen umgesetzt werden kann.
In der Novembersitzung 2007 des Vorstandes war der Beauftragte der neu gegründeten Agentur für Personalberatung und -entwicklung Dirk Purz zu Gast, um die Konzeption und Arbeitsweise vorzustellen. Diese Einrichtung wurde im Rahmen des "Reformpaketes" bereits auf der Landessynode 2005 beschlossen. Die Aufgabe ist zunächst schwerpunktmäßig die Beratung von Theologinnen und Theologen, grundsätzlich ist sie aber für alle Mitarbeitenden in der Landeskirche offen. In einem strukturierten Verfahren erfolgt eine Laufbahn-, Stellenwechsel- oder Out-Placement- Beratung. Die Ergebnisse der Beratungsgespräche werden festgehalten, finden jedoch keinen Eingang in die Personalakte. Die Agentur hat ihren Sitz in Villigst und wird bei Bedarf auf den Pfarrverein zukommen.
Im Zusammenhang mit Fragen der Besoldung und Belastungen im Pfarrberuf stehen immer wieder auch die Dienstwohnungspflicht und die Dienstwohnungsvergütung auf dem Prüfstand. Im vergangenen Jahr konnte berichtet werden, dass die Verhandlungen der Landeskirche mit der OFD Münster dahingehend erfolgreich waren, dass in zahlreichen Fällen eine Senkung der Dienstwohnungsvergütung bzw. der steuerlichen Belastung für das Wohnen im Pfarrhaus erfolgten. Die Beharrlichkeit in den konstruktiven Gesprächen zwischen Pfarrverein und landeskirchlichem Dezernat unter Beteiligung der Kanzlei GMDP/ Mannheim durch den PV haben das Fortkommen ermöglicht. Gegenwärtig werden weitere Möglichkeiten einer steuerlichen Entlastung geprüft und bei entsprechender positiver Ausrichtung für die Betroffenen schnellstmöglich mitgeteilt.
Noch einmal weise ich darauf hin, dass die Möglichkeit zur Einzelmitgliedschaft im DPI - Deutsches Pfarrwohnungsinstitut -Verein für Mietwertmanagement besteht. Bei Fragen und Unklarheiten innerhalb unserer Landeskirche empfehlen wir ferner, zunächst den Kontakt mit dem zuständigen Dezernat aufzunehmen. Eine Aufgabe liegt sicher noch vor uns: Die nachdrückliche Forderung nach Erstellung von Energiepässen für die Pfarrhäuser / Pfarrdienstwohnungen. Damit soll nicht nur dem Landesumweltrecht gefolgt werden, sondern eine spürbare Entlastung für die Dienstwohnungsnehmer erfolgen, damit durch energetische Maßnahmen ansatzweise verhindert wird, dass die Energiekosten ausufern.
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